Darf der Dachboden als Hobbyraum genutzt werden?
Zunächst sollten Sie wissen, dass Dachboden nicht gleich Dachboden ist. Unterschieden wird zwischen Spitzböden und Dachböden. Entscheidend ist in Österreich, ob die Fläche als sogenannter „Aufenthaltsraum“ gewidmet werden kann. Die Bauordnungen der Bundesländer geben hierfür meist eine lichte Raumhöhe von 2,50 Metern vor. Bei Dachschrägen gibt es jedoch oft Ausnahmeregelungen, die geringere Höhen erlauben, sofern genügend Luftraum vorhanden ist.
Erfüllt der Dachboden diese Kriterien nicht, darf er meist nur als Lagerraum oder Trockenboden genutzt werden. Werden die baulichen Voraussetzungen für einen Aufenthaltsraum jedoch erfüllt, steht Ihrer Kreativität nichts im Weg: Ob Home-Office, Fitnessraum oder Atelier – Sie entscheiden, wie Sie den gewonnenen Platz nutzen.
Ein ausgebauter Dachboden eignet sich wunderbar als Rückzugsort für entspannende Yogastunden oder konzentriertes Krafttraining.
Bei jedem Hausausbau stellt sich die Frage: Ist dafür eine Genehmigung nötig? Da der Dachausbau als Nutzungsänderung gilt und neue Wohnfläche geschaffen wird, kann je nach Bundesland eine Baugenehmigung erforderlich sein. Auf zwei Faktoren kommt es besonders an:
- Umfang des Ausbaus
- Vorgaben der Bauordnung der Bundesländer
Zusätzlich gelten Bestimmungen zum Brandschutz und zur Wärmedämmung, geregelt in den bautechnischen Vorschriften (OIB-Richtlinien). Dient der Dachboden als Wohnraum, sind beispielsweise im Brandschutz oft spezifische Fluchtwege vorgeschrieben. Fragen Sie frühzeitig bei Ihrer zuständigen Baubehörde oder dem Gemeindeamt nach. So sichern Sie sich rechtlich ab und vermeiden unnötige Kosten oder Rückbauten.
Dachausbau beim Hausbau einplanen
Wenn sich Ihr Haus noch in der Planung befindet, sind Sie im Vorteil. Während bei Bestandsimmobilien der Zustand des Dachbodens entscheidet, ob ein Ausbau möglich ist, können Sie in der Planungsphase bestimmen, wie Sie einen Dachboden nutzen wollen.
Wenn Sie den Dachraum bereits mit der korrekten Raumhöhe und gemäß aktuellen Energiestandards anlegen, lässt er sich auch nachträglich unkompliziert ausbauen und mit einer Treppe zum Dachgeschoss ausstatten. Sei es eine Einliegerwohnung, ein Spiel- und Aufenthaltsraum, ein Dachgeschoss-Studio, ein Atelier oder eine Sauna – kalkulieren Sie die Dachbodennutzung mit ein, um hinsichtlich Statik, Dämmung, Dachfenstern und Wohnfläche optimale Gegebenheiten für einen Ausbau zu schaffen.
- Klassische Dachfenster
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- Rollos, Hitzeschutz-Markisetten, Rollläden
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- Photovoltaik-Integration
An Dämmung, Belüftung und Tageslicht denken
Wer Dachböden nutzen oder bewohnen möchte, muss an vorschriftsmäßige Dämmung und Belüftung denken. In genutzten Räumen bildet sich erhöhte Luftfeuchtigkeit, insbesondere bei installierten Sanitäranlagen oder Heizelementen. Achten Sie auf vorschriftsmäßige Innen- und Außendämmung beim Dachausbau. Die konkreten Dämmwerte richten sich nach den aktuellen OIB-Richtlinien zur Energieeinsparung.
Nachträglich integrierte Dachfenster verschönern wiederum die Wohnatmosphäre und fördern die Durchlüftung. Mit Dachfenster-Außenrollläden oder Hitzeschutz-Markisetten regulieren Sie nicht nur das Tageslicht im Hobbyraum unterm Dach, sondern beeinflussen auch die nicht zu unterschätzende Hitzeentwicklung im Sommer.
Hobbys brauchen Platz! Fröhnen Sie im Dachgeschoss ganz in Ruhe Ihrem Hobby - abseits des Alltagschaos.
Aus Dachboden wird Hobbyraum: 6 Lieblingsideen für die Nutzung
1. Atelier im Dachgeschoss
2. Modelleisenbahn auf dem Dachboden
3. Sauna auf dem Dachboden
4. Nähzimmer im Dachboden
5. Fitnessraum auf dem Dachboden
6. Dachgeschoss-Studio
Sie träumen von einem Rückzugsort unter dem Dach – großzügig, luftig, mit charmanten alten Balken? Ein offen gestaltetes Dachstudio über den Dächern der Stadt bietet Ihnen genau das.
Wer nicht Hauseigentümer, sondern Besitzer einer Eigentumswohnung ist, muss den Traum vom Dachboden als Hobbyraum nicht aufgeben. Entscheidend ist, dass Sie laut Wohnungseigentumsvertrag über das ausschließliche Nutzungsrecht für den Dachboden im Mehrfamilienhaus verfügen.