Kondensat - ein physikalischer Vorgang

Kondensat ist physikalisch gesehen der feuchte, neblige Niederschlag auf Gegenständen, wie z. B. Getränkeflaschen, Spiegeln, Fliesen oder Fensterscheiben.

Kondensat bildet sich, wenn feuchte, warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Kühlt sich diese warme Luft z. B. an einer Fensterscheibe ab, schlägt sich der überschüssige Wasseranteil als Kondensat nieder. Die Bildung von Kondensat ist also kein Qualitätsmangel Ihrer Fenster, sondern ein ganz natürlicher Vorgang.

Ursachen für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit

  • Kochen, duschen, Wäsche trocknen
  • Menschliches Schwitzen und Atmen
  • Großblättrige Zimmerpflanzen

Ursachen von Kondensatbildung

Kondensatbildung an Dachfenstern

Kondensatbildung an Dachfenstern

Hohe Luftfeuchte und extreme Temperaturunterschiede zwischen innen und außen fördern die Bildung von Kondensat.

Da Fenster stets die kältesten Flächen im Raum sind, setzt sich das vorhandene Kondenswasser hier zuerst ab. 


Schimmelbildung durch Kondensat

Kondensat bei Dachfenstern

Schimmelpilze und -sporen sind Teil unserer natürlichen Umgebung.

Um zu wachsen, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: ausreichend vorhandene Nährstoffe (z. B. Holz /Holzspäne, Farben, Silikon) und dauerhafte Feuchtigkeit. Beides ist fast immer gegeben. Schnelles Reagieren ist daher empfehlenswert.

Außer dem unangenehmen Geruch und dem unerfreulichen Anblick schaden Schimmelpilze vor allem der Gesundheit und der Bausubstanz.

Was tun bei Schimmelpilzbefall?

Was tun bei Schimmelpilzbefall
  • Schimmelpilzreiniger verwenden (Gebrauchsanweisung beachten)

  • Alternativ: medizinischer Alkohol aus der Apotheke

  • Kondensat an der Scheibe zeitnah abwischen

  • Dichtungen 1x jährlich austauschen Holzfenster alle 2–4 Jahre nachbehandeln

  • Schimmelpilz, z. B. an der inneren Scheibendichtung,lässt sich mit einem in Spiritus getränkten Pfeifenreiniger einfach entfernen

Tipps gegen Kondensat

Tipps gegen Kondensat

Ideales Raumklima unterm Dach

  • Um Kondensat und Schimmelpilz zu vermeiden, sollte die Raumtemperatur so konstant wie möglich gehalten werden.

  • Ideales Raumklima ist bei einer gleichbleibenden Raumtemperatur von etwa 21°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 40-50% gegeben.

  • Die Temperatur an Fenstern sollte nicht mehr als 6 °C und bei Wänden nicht mehr als 2 °C unterhalb der Raumtemperatur liegen.

  • Unter diese idealen Bedingungen bildet sich eher selten Kondensat an den Fensterscheiben und ein Nährboden für Schimmelpilze kann gar nicht erst entstehen.

Optimales Lüften

Optimales Lüften
  • Wenn sich Kondensat an Ihren Fensterscheiben niederschlägt, ist das ein Warnsignal: Jetzt unbedingt lüften.

  • Fenster je nach Jahreszeit mehrmals vollständig öffnen, am besten Durchzug herstellen.

  • Durch sogenanntes Stoßlüften wird der Austausch zwischen warmer und kalter Luft sichergestellt, ohne den Raum auszukühlen.

  • Wenn Ihre Heizanlage mit einer automatischen Nachtabsenkung ausgestattet ist, sollten Sie lüften, bevor sich die Heiztemperatur absenkt. Dadurch vermeiden Sie, dass die warme Raumluft beim Abkühlen kondensiert. Durch richtiges Lüften beugen Sie der Kondenswasserbildung am wirkungsvollsten vor.

  • Um ein ideales Raumklima zu schaffen und Schimmelbildung zu vermeiden, ist neben dem Lüften das Heizen der Räume erforderlich. Hier kann ein Fachmann gute Tipps geben.

  • Fenster, die ununterbrochen einen Spalt geöffnet sind oder bei denen die Lüftungsklappe nie geschlossen wird, führen in der Heizperiode zu unnötigen Energieverlusten und zum Auskühlen der Wände.

Tipps zur Reduzierung von Luftfeuchtigkeit

Tipps zur Reduzierung von Luftfeuchtigkeit
  • Beim Kochen und Duschen die Türen geschlossen halten, um die Feuchtigkeitsverteilung in anderen Räumen zu vermeiden und das Fenster öffnen

  • Luftbefeuchter und Verdunster an Heizkörpern möglichst vermeiden 

  • Wäsche nicht in den Wohnräumen trocknen, um die Luftfeuchte nicht zusätzlich zu erhöhen

  • Regelmäßiges Beseitigen von vorhandenem Kondensat zum Schutz vor Schimmelbildung